28 März 2006

 

Landtagswahl

Im Wahlkreis leicht zugelegt, in Speyer-Stadt noch ein wenig zu tun. So lautet das Fazit des vergangenen Wahlsonntags. 5,6% der Wähler wollten in der Stadt den Spitzenkandidaten Jürgen Creutzmann wählen, 0,4% weniger als bei der letzten Landtagswahl 2001. Im gesamten Wahlkreis sieht diese Zahl etwas anders aus: hier konnte der Spitzenkandidat gegenüber 2001 mit 6,1% noch 0,7% zulegen.
Nicht anders das Ergebnis der Landesstimme: während die Stadt einen Stimmenrückgang für dei FDP von -0,3% zu verzeichnen hat, konnte die FDP im gesamten Wahlkreis um 0,6% zulegen. Eine gute Wahlkampfleistung von Jürgen Creutzmann, die auch Zustimmung für seine bisherige gute Arbeit in Mainz bedeutet. Diese Botschaft ist womöglich den Wählern im Umland näher gebracht worden als den Städtern.

Während die Grünen mit 7,8% knapp über ihrem letzten Wahlergebnis in der Stadt lagen, konnten wir nicht zulegen. Wir müssen jetzt bis zur Kommunalwahl 2009 zusehen, wie wir wieder präsenter in der Stadt werden. Wir müssen vermehrt Themen ansprechen und in die aktive Rolle schlüpfen, um unsere Positionen bekannter zu machen.

Erschreckend die niedrige Wahlbeteiligung. Speyer liegt mit 55% Beteiligung im gehobenen Mittelfeld aller Rheinland-Pfälzischen Wahlkreise. Den ganzen Tag über hörte man, daß die Zeitumstellung ein wesentliches Argument dafür sei. Selbst die Zeitungen riefen im Wahllokal an, und wollten wissen, ob zwischen 18 und 19 Uhr noch jemand wählen wollte. Selbst Wähler, die mitten am Tag wählen kamen, beklagten, die Sommerzeit habe sie fast ums Wählen gebracht. Die perfekte Ausrede wie mir scheint.

Letztendlich stand niemand zwischen 18 und 19 Uhr vor dem Wahllokal und wollte noch seine Stimme abgeben. Selbst die üblichen 'Wähler der letzten Minute' kamen - zumindest in dem Wahllokal, in dem ich Dienst hatte - pünktlich.

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