12 Juni 2006

 

Am schönen Strand am Rhein

Der neu eröffnete Rheinstrand-Speyer nahe der Jugendherberge scheint ein echter Erfolg zu werden. Kaum haben sich die Temperaturen erhöht, strömt jung und alt zum vermeintlich karibischen Strand.

Wenn auch die Einwände im Vorfeld, vor allem was die Verwendung des Aalfängers als Kulisse angeht, zu Recht erhoben wurden, so gibt es an der restlichen Konzeption der Einrichtung nichts zu rütteln. Die Menschen entspannen sich und das Rheinufer wird an dieser an sich toten Ecke endlich einmal ein wenig belebt. Zudem ist es natürlich die große Attraktion für die Jugendherberge.

Das Publikum verteilt sich wunderbar über den Tag: ob bis 13 Uhr zur Mittagspause, als Schülertreff nach der Schulschluß, für die Mütter mit Kindern am Nachmittag oder zum abendlichen Treffen. Dieses Projekt zeigt, daß es sich durchaus lohnt, neue Wege zu probieren und damit das Stadtleben durch Initiative zu bereichern.

11 Juni 2006

 

FDP eröffnet programmatisches WIKI

Nach den erfolgreich durchgeführten offenen Online-Debatten um das Bürgerprogramm 2002 sowie des Deutschlandprogramms 2005 hat sich die FDP entschlossen, die offene programmatische Diskussion auf seiner Internet-Plattform myFDP zunächst mit dem Thema "Digitale Demokratie" fortzusetzen. Alle auf myFDP registrierten Nutzer, ob mit oder ohne Parteimitgliedschaft, sind eingeladen, mitzuwirken:

FDP-Wiki

Wer sich entschließt, trotzdem Mitglied bei den Liberalen zu werden, den begrüßen wir natürlich gerne. Informationen dazu gibt es auf der Homepage des FDP-Kreisverbandes Speyer oder Sie können auch den Aufnahmeantrag direkt anfordern.

02 Juni 2006

 

Stillose Affären - das archäologische Schaufenster

Auf dem Rheinland-Pfalz-Tag wurde bekanntlich das archäologische Schaufenster eingeweiht, ein Paradebeispiel für die kommunale Verschwendung von Steuergeldern.

Dem FDP-Kreisverband war nie klar, wofür Speyer solch eine Einrichtung benötigt. Es scheint wirklich keinen anderen Grund dafür zu geben, als der, daß sonst ja die dafür zur Verfügung stehenden Fördermittel verfallen würden.

Jetzt hat die Stadt ihren Schuldenberg erhöht und das archäologische Schaufenster, gestalterisch ein Jammertal, kann offenbar aus personellen und finanziellen Gründen nicht so wie vorgesehen betrieben werden.

Es muß in diesem Zusammenhang einmal nachgedacht werden, inwiefern das kommunale Ausgabeverhalten noch allgemein zu tollerieren ist - oder wieso Kommunen fiskalisch zum Geldausgeben gezwungen werden. Die Kommunen klagen gerne über ihre finanzielle Knappheit, schmeißen dann aber jederzeit gerne, unter Aufbringung fadenscheinigster Begründungen, mit beiden Händen das Geld zum Fenster hinaus.

Speyer selber muß sich fragen, ob es sein hervorragendes Ensembel historischer Bauwerke zur seelenlosen, disneyhaften Kullisse verkommen lassen möchte. Müssen wir wirklich alles in dieser Stadt dem Tourismus unterwerfen? Beim archäologischen Schaufenster darf man getrost daran zweifeln, ob es überhaupt, abgelegen wie es plaziert ist, jemals einem Touristen auffallen wird.

.Carsten Jung