31 Mai 2006
Mittelgasanlage III
Das Thema Mittelgasanlage scheint in der Stadt durch zu sein. Niemand möchte sich anscheinend dieses Themas annehmen und lehnt jede Beschäftigung mit der Materie ab, ohne direkt informiert zu sein. Andererseits sollen die schweizer Investoren auch auf eine Einladung nicht reagiert haben. Wie dem auch sei. Das Beispiel zeigt aber wieder zu deutlich, daß man sich in Speyer zu sehr fixiert auf den Bereich Wohnen und Tourismus. Nur mag man für dessen nachhaltige Entwicklung auch nicht recht etwas tun. Man läßt es so treiben, ohne jede Strategie.
Fest steht, daß Speyer kein Gewerbegebiet mehr braucht. Ganz offensichtlich ist die Ansiedlung eines Unternehmens auf dem Gelände überhaupt nicht möglich. Man hat es sich eben einmal vorgenommen, Idylle zu sein und da paßt eben kein Gewerbe ins Bild.
Es ist jedoch dringend davor zu warnen, sich von einer momentan funktionierenden Situation blenden zu lassen. Die Gewerbestruktur auf der Maximilianstraße hat die zunehmende Tendenz, mittelfristig zur Ramschmeile zu verkommen. Das macht die Stadt für Touristen, die nicht nur wegen des Domes, der Museen oder anderer Sehenswürdigkeiten kommen, unattraktiv. Die vielen neuen Bewohner, die sich vornehmlich aus den großen Betrieben der Umgebung rekrutieren, wie etwa der SAP oder BASF, können auch eines Tages weg sein, falls sich Konzernzentralen verlagern. Bei SAP ein schon lange schwelendes Thema. Speyer bewegt sich auf dünnem Eis.
.Carsten Jung
Fest steht, daß Speyer kein Gewerbegebiet mehr braucht. Ganz offensichtlich ist die Ansiedlung eines Unternehmens auf dem Gelände überhaupt nicht möglich. Man hat es sich eben einmal vorgenommen, Idylle zu sein und da paßt eben kein Gewerbe ins Bild.
Es ist jedoch dringend davor zu warnen, sich von einer momentan funktionierenden Situation blenden zu lassen. Die Gewerbestruktur auf der Maximilianstraße hat die zunehmende Tendenz, mittelfristig zur Ramschmeile zu verkommen. Das macht die Stadt für Touristen, die nicht nur wegen des Domes, der Museen oder anderer Sehenswürdigkeiten kommen, unattraktiv. Die vielen neuen Bewohner, die sich vornehmlich aus den großen Betrieben der Umgebung rekrutieren, wie etwa der SAP oder BASF, können auch eines Tages weg sein, falls sich Konzernzentralen verlagern. Bei SAP ein schon lange schwelendes Thema. Speyer bewegt sich auf dünnem Eis.
.Carsten Jung
04 Mai 2006
Das Hafenbecken und der Aushub
Neben der Diskussion um die Mittelgasanlage, die bei manchen inzwischen gar zur Sondermüllanlage mutierte, hat sich mittlerweile eine skurrile Diskussion um die Arbeiten am Hafenbecken entflammt.
Es geht darum, daß der Boden des Hafenbeckens im Laufe der Zeit immer welliger geworden ist und einer Begradigung bedarf, damit Schiffe dort weiterhin ungehindert be- und entladen werden können. Da es sich bei den Arbeiten im Hafen vorwiegend um das Verladen von Öl und Brennstoffen handelt, ist natürlich sogleich die Vermutung aufgekommen, der Sand des Hafenbeckens könne kontaminiert sein. Alleine dieses Gerücht reicht hierzulande aus, um Panik auszulösen.
Geplant ist, den Aushub auf einem benachbarten Grundstück zwischenzulagern, um ihn auszutrocknen. Das trockene Material soll dann wiederum abtransportiert werden. Die Gemüter erhitzen sich an genau diesem Vorgang, weil man vermutet, daß auf diese Weise Gifte in den Boden gelangen.
Ich frage mich, was ich von dieser Diskussion halten soll. Wenn der Grund des Hafens tatsächlich schwer kontaminiert sein soll, dann ist schon jetzt das Grundwasser gefährdet, nicht erst dann, wenn der Aushub im Auffangbecken daneben lagert. Die BGS, in ihren Horrorszenarien unübertrefflich, ließ jetzt überhöhte Zinkgehalte im Boden nachweisen. Der Witz an der Sache ist, daß sie selber in einer Pressemitteilung (MoPo 3.5.2006) zugibt, daß diese Werte unterhalb derjenigen liegen, die für Ackerböden zulässig sind. Aber dennoch befüchtet man Arges.
So sehr Umweltschutz wichtig und notwendig ist, so sehr ist aber auch eine angemessene und sachliche Diskussion über mögliche Umweltbelastungen. So manch einer scheint die Wichtigkeit seines eigenen Standpunktes heben zu wollen, indem er möglichst laut und gehaltlos herumposaunt.
.Carsten Jung
Es geht darum, daß der Boden des Hafenbeckens im Laufe der Zeit immer welliger geworden ist und einer Begradigung bedarf, damit Schiffe dort weiterhin ungehindert be- und entladen werden können. Da es sich bei den Arbeiten im Hafen vorwiegend um das Verladen von Öl und Brennstoffen handelt, ist natürlich sogleich die Vermutung aufgekommen, der Sand des Hafenbeckens könne kontaminiert sein. Alleine dieses Gerücht reicht hierzulande aus, um Panik auszulösen.
Geplant ist, den Aushub auf einem benachbarten Grundstück zwischenzulagern, um ihn auszutrocknen. Das trockene Material soll dann wiederum abtransportiert werden. Die Gemüter erhitzen sich an genau diesem Vorgang, weil man vermutet, daß auf diese Weise Gifte in den Boden gelangen.
Ich frage mich, was ich von dieser Diskussion halten soll. Wenn der Grund des Hafens tatsächlich schwer kontaminiert sein soll, dann ist schon jetzt das Grundwasser gefährdet, nicht erst dann, wenn der Aushub im Auffangbecken daneben lagert. Die BGS, in ihren Horrorszenarien unübertrefflich, ließ jetzt überhöhte Zinkgehalte im Boden nachweisen. Der Witz an der Sache ist, daß sie selber in einer Pressemitteilung (MoPo 3.5.2006) zugibt, daß diese Werte unterhalb derjenigen liegen, die für Ackerböden zulässig sind. Aber dennoch befüchtet man Arges.
So sehr Umweltschutz wichtig und notwendig ist, so sehr ist aber auch eine angemessene und sachliche Diskussion über mögliche Umweltbelastungen. So manch einer scheint die Wichtigkeit seines eigenen Standpunktes heben zu wollen, indem er möglichst laut und gehaltlos herumposaunt.
.Carsten Jung